Rega Besichtigung

07.02.2014

Ort: Rega-Center Zürich-Flughafen

Zielpublikum: Alle Interessierten

Kosten: Nicht HSA-Switzerland Mitglieder CHF 20.00

HSA-Kontakt: Nicole Schlemmer

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Unser Besuch bei der REGA in Kloten

Am Freitag, 7. Februar 2014, wurden wir kurz nach halb 6 von Andy Halter, dem Cheflogistiker der REGA, sehr freundlich in Empfang genommen. Nach einer kurzen Verpflegungspause ging es bereits ab in den Vortragsraum, wo wir einen umfassenden Einblick in die Entstehungsgeschichte der REGA erhielten. Wussten Sie beispielsweise, dass die REGA ihren Start als Schweizerische Rettungsflugwacht begann und erst 1979 zur REGA umbenannt wurde? Dieser Name setzt sich zusammen aus dem Funkrufnamen der bisherigen Schweizerischen Rettungsflugwacht (SRFW) und dem französischen Garde Aérienne Suisse de Sauvetage (GASS). Allerdings startete die Geschichte der REGA bereits viel früher, nämlich 1946, als im November desselben Jahres ein amerikanisches Flugzeug auf dem Gauligletscher notlanden musste und von zwei Militärpiloten und Bergrettern durch eine spektakuläre Rettungsaktion in Sicherheit gebracht wurden. Dieser Einsatz gilt als Start der Luftrettung in der Schweiz.

Heute besitzt die REGA 3 Ambulanzjets und insgesamt 17 Helikopter. 11 dieser Helikopter sind auf Gebirgsbasen stationiert, 6 Helikopter kommen im Flachland zum Einsatz. Beeindruckend war die Aussage, dass die Helikopter mittlerweile auch bei Nacht fliegen können. Zwei Hindernisse gibt es allerdings auch für die REGA-Helikopter-Crew: Wind und Nebel. Die Teams auf den Basen entscheiden gemeinsam, ob sie das Wetter für flugtauglich halten oder nicht, wobei natürlich der Pilot das letzte Wort hat. Auch für die Jets gilt das Nachtflugverbot des Flughafens Kloten natürlich nicht – die Not hat ihre eigenen Gesetze.

Die Möglichkeit eines Jets-Besuchs begeisterte uns alle, und so ging es nach der Einführung zügig zu unserem ersten Highlight, dem Besuch des Jets. Die Rampe war trotz des relativ steilen Neigungswinkels rasch erklommen und so durften wir einen Blick ins Cockpit werfen, auf den First-Class-Sitzen Platz nehmen (die sind übrigens um 180 Grad drehbar) und die fliegenden Intensivstationen begutachten.

Danach ging es zu den Helikoptern, die sich in Reparatur oder im Service-Check befanden. Von manchen sah man kaum mehr als das Gehäuse, andere waren schon wieder fast fertig zusammengebaut und bereit für die Rückkehr zu ihren Basen. Im Jahr 2012 flogen die Helikopter insgesamt 10‘250 Einsätze, da müssen die Geräte natürlich gut gewartet sein!

Nachdem die zahlreichen Fragen von Herrn Halter kompetent beantwortet wurden, durften wir weiter zu der Einsatzzentrale im ersten Stock. Im Briefing-Raum konnten wir einen Blick auf die Mitarbeiter werfen, die sich in zwei Hälften unterteilen: Die Helikopter-Einsatzzentrale und die Jet-Einsatzzentrale. Hier kommen alle Anrufe der Nummern 1414 oder aus dem Ausland +41 333 333 333 an. Was denken Sie, wieviel Zeit vergeht nach dem Alarmeingang, bis ein Helikopter während des Tages in der Luft ist? Raten Sie mal… Gerade einmal drei Minuten dauert es, bis das Team in der Luft ist. Und wie lange dauert es in der Nacht? Die Flachlandbasen sind 24 Stunden besetzt, die Gebirgsbasen haben ihr Hauptaufgabengebiet tagsüber. Trotzdem die Gebirgsbasen also in der Nacht nicht besetzt sind, ist der Helikopter innerhalb einer halben Stunde zum Abheben bereit.

Bei den Repatriierungs-Jets ist das Zeitlimit bei drei Stunden.

Weiter erklärte uns Herr Halter, dass alle Medikamente und Sanitätsmaterial für alle Basen und für die Jets über Kloten abgewickelt werden. Sind spezielle Medikamente für das Ausland nötig, so bringt die Kantonsapotheke Zürich per Eilpost das Gewünschte.

Da die Uhr bereits halb 8 abends zeigte, war die Crew im Alarmzentrum nicht mehr so gross wie tagsüber. Auch für uns wurde es langsam Zeit, uns nach einigen Videostimmen diverser REGA-Mitarbeiter zu verabschieden. Wir liessen den Abend gemütlich im Restaurant bei Pizza und Pasta ausklingen.

Vielen Dank der Organisatorin Nicole Schlemmer für den tollen Event.

Michèle Wattinger

Die Anmeldefrist für dieses Event ist am 01.02.2014 abgelaufen.

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